Aktuell

Strassensanierungen 2020

Für den Substanz- und Werterhalt der Strassen führt die Linthebene-Melioration in grösseren Zeitabständen erweiterte Unterhaltsmassnahmen durch. Die Arbeiten werden so gestaffelt, dass jedes Jahr ungefähr der gleiche Aufwand resultiert. Im Jahr 2021 stehen rund 2.5 km Naturstrassen und 4.5 km Belagstrassen auf dem Programm.

Im Kanton St. Gallen wird die Buechenstrasse und die Eichenwieskanalstrasse in Benken, die Ramisbachstrasse in Schänis sowie mehrere kürzere Kiesstrassen zwischen dem Benknerbüchel und dem Gasterholz saniert. Im Kanton Schwyz sind nebst der Kiesstrasse Schandelnstrasse auch die asphaltierte Neulandstrasse, die Giessenstrasse und die Strubengrabenstrasse (alle Reichenburg) zur Instandstellung vorgesehen. Sämtliche Arbeiten werden durch spezialisierte Unternehmen aus der Region ausgeführt.


Fertigstellung und Bezug des neuen Werkhofs

Das Neue Jahr hat für die Linthebene-Melioration gleich mit einem Höhepunkt begonnen. Am 7. Januar 2021 hat die Verwaltung den neuen Werkhof beim Autobahnkreuz Reichenburg bezogen. Der Umzug der Werkgruppe erfolgt noch bis Ende Januar. Die Schlüsselübergabe fand bereits am 11. Dezember 2020 im kleinen Rahmen statt. Somit konnte der Bau in der rekordverdächtigen Zeit von knapp einem Jahr abgeschlossen werden. Die kurze Bauzeit lässt sich unter anderem durch die Holzbauweise mit vorfabrizierten Elementen erklären. Abgesehen vom Treppenhaus, das zur Aussteifung und aus Brandschutzgründen aus Stahlbeton gefertigt wurde, bestehen sowohl Tragwerk als auch Fassadenverkleidungen komplett aus Schweizer Holz. Auch bei der Haustechnik wurde auf Nachhaltigkeit geachtet; so wird das Gebäude mit Erdwärme geheizt, das Flachdach ist für eine Fotovoltaikanlage vorbereitet und das Dachwasser wird in einem Brauchwassertank gesammelt. Der Werkhof bietet Platz für Maschinen, Material, Personal sowie Archiv und ist auf die werkspezifischen Arbeitsprozesse ausgelegt, was letztlich auch der Effizienz dient. Wir freuen uns, nach fast zwei Jahrzehnten der Suche und der Planung endlich einen eigenen Werkhof zu besitzen, der nicht nur zweckmässig, sondern auch ästhetisch ansprechend ist.


Grundlagenbeschaffung bei Haupt- und Sammelleitungen landwirtschaftlicher Entwässerungen

Gegenwärtig werden Haupt- und Sammelleitungen des Werks systematisch aufgenommen und mittels Kanal-TV dokumentiert. Ziel ist es, den teilweise ungenügend bekannten Zustand der Leitungen zu ermitteln und davon die notwendigen baulichen Massnahmen zur Wiederinstandstellung abzuleiten. Ebenso können aus den Aufnahmen die entsprechenden Sanierungskosten ermittelt werden. Die Firma Hegner Kanalreinigungen AG, Tuggen, wurde aufgrund der durchgeführten Submission auch mit der zweiten Etappe von ca. 15 km beauftragt. Die entsprechenden Arbeiten dauern bis ca. Januar 2021 und konzentrieren sich auf das Gemeindegebiet Schmerikon, Uznach und Benken.

Die Aufnahmen werden im Rahmen der periodischen Wiederinstandstellung (PWI) in den nächsten zehn Jahren schliesslich über das gesamte Meliorationsgebiet erhoben und umfassen Leitungslängen von insgesamt rund 180 km.


Blumenwiesen-Wettbewerb

Das Vernetzungsprojekt Schänis-Benken organisierte dieses Jahr einen Blumenwiesen-Wettbewerb. Dabei wurde die Wiese mit den meisten Pflanzenarten gesucht. Unter den ersten sechs Plätzen befinden sich gleich drei Flächen, die im Eigentum der Linthebene-Melioration sind. An den Kanalböschungen von Rufibach und Selletgraben wurden 69 bzw. 62 verschiedene Pflanzenarten gezählt, in der Tagmenwiese Benken, deren 52. Diese erfreulichen Platzierungen zeigen deutlich, dass die Unterhalts- und Bewirtschaftungsweise der Melioration und der beauftragten Bauern durchaus zu einer hohen Biodiversität führen kann. So dürfte nicht nur das Düngeverbot, sondern auch das Abschälen der Böschungswulste und der späte Schnitt Standortbedingungen für spezialisierte Pflanzenarten schaffen, die andernorts selten geworden sind.


Direktbegrünung beim Pumpwerk Uznach

Nach der Sanierung des Auslaufbeckens beim Pumpwerk Uznach mussten grössere humusierte Flächen neu begrünt werden. Für einen internen Versuch wurde dabei auf einer Teilfläche die Direktbegrünungsmethode angewendet, während der Rest konventionell mit einer Heuwiesenmischung eingesät wurde.

Bei der Direktbegrünung werden die Samen einer artenreichen Spenderfläche geerntet und auf die Empfängerfläche übertragen. Dadurch können lokal angepasste Pflanzen eingebracht werden, die in den Standardmischungen fehlen.  Im vorliegenden Fall wurde artenreiches Mahdgut aus unmittelbarer Nähe verwendet, was sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist. Eine erste Zustandskontrolle zeigt, dass die Direktbegrünung gut gedeiht. Ob die Begrünung erfolgreich ist, zeigt sich indes erst in zwei bis drei Jahren, wenn sich ein Gleichgewicht zwischen den Pflanzenarten eingestellt hat.


xeiro ag