
Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir eine/n
Ingenieur/-in 60 – 100 %
Folgende Aufgaben fallen in den Verantwortungsbereich dieser Stelle: Überwachung des Zustandes der offenen Kanäle, Planung und Leitung der Unterhalts-, Erneuerungs- und Revitalisierungsarbeiten an Gewässern, Ausschreibung von Drittaufträgen entsprechend der Submissionsgesetzgebung, Weiterentwicklung des GIS-basierten Verzeichnisses der Werkanlagen, Vorbereitung und Kontrolle von Anschlussbewilligungen. Nach Ihrer Einarbeitung übernehmen Sie auch Verantwortung für unsere sieben Pumpwerke und weitere Werkanlagen.
Sie verfügen über einen Abschluss als Bau-, Umwelt- oder Forstingenieur/in ETH/FH oder eine vergleichbare Hochschulausbildung und haben Interesse am vielfältigen Gebiet des Wasserbaus oder des allgemeinen Tiefbaus. Ökologische Anliegen sind für Sie eine Selbstverständlichkeit. Wenn Sie Freude am Arbeiten in einem sich stark im Umbruch befindenden Umfeld haben und auch den vielseitigen Umgang mit Grundeigentümern, Behörden und Auftragnehmern schätzen, dann gehören Sie zur Personengruppe, die wir ansprechen.
Stellenantritt nach Vereinbarung. Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte an die Linthebene-Melioration, Technische Leitung, Stichwort „Ingenieur/-in“, Postfach 67, 8730 Uznach oder als PDF an linthebene@linthebene.ch
Für Auskünfte stehen Ihnen Stephan Hauser, Geschäftsführer (Tel 055 285 97 97), und Beda Romer, Stellvertreter (Tel 055 285 97 93), gerne zur Verfügung.

Im Zuge einer Pensionierung suchen wir per 1. April 2027 oder nach Vereinbarung eine/-n
Bauleiter/-in Tiefbau 80-100%
Im Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit steht das weitläufige Drainagenetz der Linthebene-Melioration. Sie begleiten Projekte von der Bestandsaufnahme bis zur erfolgreichen Umsetzung und übernehmen dabei insbesondere:
- Zustandsaufnahmen und Beurteilung des bestehenden Drainagenetzes
- Projektierung und Planung von Sanierungen und Netzergänzungen
- Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen
- Bauleitung und Begleitung der Ausführung
- Organisation und Koordination des laufenden Drainageunterhalts
Nach einer sorgfältigen Einarbeitung durch den heutigen Stelleninhaber besteht je nach Interesse und Eignung die Möglichkeit, auch bei weiteren Projekten und Aufgabenbereichen der Linthebene-Melioration mitzuwirken.
Sie verfügen über eine abgeschlossene technische Ausbildung im Bereich Tiefbau und bringen idealerweise bereits Erfahrung in der Bauleitung mit. Sie arbeiten gerne selbstständig, zuverlässig und lösungsorientiert und haben Freude daran, Projekte eigenverantwortlich voranzutreiben. Gleichzeitig schätzen Sie den persönlichen Kontakt und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen; von Grundeigentümern und Bewirtschaftern über Behörden bis hin zu Unternehmern. Wir suchen eine Persönlichkeit, die Verantwortung übernimmt, den Überblick behält und gerne mit anpackt.
Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie an die Linthebene-Melioration, Technische Leitung, Stichwort „Bauleiter/-in“, Postfach 67, 8730 Uznach oder im PDF-Format an linthebene@linthebene.ch.
Für Auskünfte stehen Ihnen Stephan Hauser, Geschäftsführer (Tel 055 285 97 97), und Beda Romer, Stellvertreter (Tel 055 285 97 93), gerne zur Verfügung.


Die Melioration in Zeiten der Trockenheit
Der Erhalt der Ertragsfähigkeit des Bodens ist eine zentrale gesetzliche Aufgabe der Linthebene-Melioration. Traditionell ist damit vor allem die Entwässerung der Linthebene gemeint. Entsprechend sind die meisten unserer Anlagen auf diesen Zweck ausgerichtet. Doch im Jahr 2026 erlebt das Linthgebiet einen der trockensten Sommer seit Bestehen der Melioration: Die Niederschlagsmenge beträgt nur rund die Hälfte des langjährigen Durchschnitts.
Obwohl trockene Verhältnisse weniger Pumpenstunden und damit geringere Stromkosten bedeuten, brachte der trockene Sommer auch zahlreiche Nachteile für unser Werk mit sich. So mussten sämtliche jüngeren Bäume wöchentlich bewässert werden, um einen Totalausfall der Pflanzungen zu verhindern. Trotzdem konnten einzelne Abgänge nicht verhindert werden. Auch grosse Bäume, insbesondere durch die Triebwelke geschwächte Eschen, litten stark unter den aussergewöhnlichen Bedingungen.
Die Trockenheit hinterliess ihre Spuren auch an Bauten und Anlagen. Auf Kies- und Belagsstrassen entstanden beispielsweise markante Längsrisse. Ursache ist der stark abgesunkene Grundwasserspiegel: Torfhaltige Bodenschichten trockneten aus, sackten zusammen und zogen darüberliegende Bauwerke wie Drainagen, Brücken und Strassen mit.
Ungleich stärker betroffen von der Trockenheit ist die Landwirtschaft. Mit Blick auf die eingangs erwähnte Aufgabe stellt sich die Frage, ob die Melioration künftig bei Bedarf auch Massnahmen zum Wasserrückhalt übernehmen soll. Es wäre eine Umkehr ihrer traditionellen Aufgabe.
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Bewährtes erhalten, Innovationen nutzen
Die Linthebene-Melioration betreibt ein rund 2'300 ha grosses Netz von Drainageleitungen. Erstaunlich ist, dass viele der 60 bis 80 Jahre alten Tonrohre noch heute zuverlässig funktionieren. Wo ein Ersatz nötig wird, setzen wir häufig erneut auf den bewährten Baustoff Ton. Dieser überzeugt nicht nur durch seine Langlebigkeit und den einfachen Unterhalt, sondern auch durch seine natürliche und chemisch unbedenkliche Materialzusammensetzung.
Gleichzeitig verfolgen wir neue Entwicklungen im Bauwesen aufmerksam und setzen innovative Lösungen gezielt dort ein, wo sie einen echten Mehrwert bieten. So kam bei einer kürzlich durchgeführten Brückenertüchtigung ein Spezialstahl zum Einsatz, der sich beim Erhitzen zusammenzieht. Dadurch lässt sich ein bestehendes Tragwerk vorspannen und effizient verstärken. Dieser sogenannte Memory-Steel bietet somit eine moderne Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Brücken.
Ein anderes Beispiel zeigt sich an der Kessizopfbrücke in Tuggen, wo im Jahr 2023 ultrahochfester Beton (UHFB) für die Aussteifung und Abdichtung der Brückenplatte eingesetzt wurde. Dieser besonders dichte und widerstandsfähige Baustoff hat sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert und ermöglicht schlanke, langlebige Konstruktionen. Mit dem gezielten Einsatz solcher innovativen Materialien verbinden wir Bewährtes mit Fortschritt und sorgen dafür, dass unsere Werkanlagen den steigenden Anforderungen gerecht werden.
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Umweltschonender Erosionsschutz
Ein Abschnitt des Rietwiesgrabens in Reichenburg wies seit längerer Zeit Erosionsschäden auf. Aufgrund der starken Beschattung durch die angrenzende Hecke und wiederkehrender Hochwasserereignisse konnte sich an der steilen Böschung keine ausreichend dichte Vegetation entwickeln.
Um das Hinterspülen der Kanalsohlenplatten zu verhindern und das Anwachsen der natürlichen Begrünung zu fördern, hat unsere Werkgruppe den betroffenen Kanalabschnitt versuchsweise mit einem Erosionsschutzvlies aus einheimischer Produktion abgedeckt.
Das Vlies aus Holzwolle schützt die Böschung sofort vor weiterer Erosion und schafft gleichzeitig ideale Bedingungen für das Anwachsen der Vegetation. Mit der Zeit wird das Material vollständig und schadstofffrei zu Humus abgebaut; eine nachhaltige und umweltschonende Lösung zum Schutz unserer Gewässer.
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Neues Verkehrsverbot auf der Neulandstrasse in Reichenburg
In Zusammenhang mit der Erweiterung des Gemüsebaubetriebes Kistler in Reichenburg wird die Erschliessung des Areals angepasst. Die Zufahrt zum Betrieb soll ostseitig über die Benkner- und die Neulandstrasse erfolgen. Der westliche Strassenabschnitt hingegen soll vom Zubringerdienst des Gemüsebaubetriebs sowie auch von Ausweichverkehr entlastet werden.
Das vom Gemeinderat Reichenburg verfügte zweiteilige Fahrverbot wurde vom Tiefbauamt des Kantons Schwyz genehmigt und im Amtsblatt vom 17. Oktober 2025 publiziert.
Der landwirtschaftliche Verkehr und der Langsamverkehr sowie auch die Erschliessung der Siedlung Laich und unseres Werkhofs bleiben weiter uneingeschränkt möglich.

Sanierung der unteren Dörflerbachbrücke
Rund 200 m unterhalb der Dörflerbachbrücke an der Gastermattstrasse führt eine zweite, kleinere Brücke über den Dörflerbach. Sie dient hauptsächlich der Erschliessung von zwei landwirtschaftlichen Parzellen sowie eines Weidstalls.
Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die seitlichen Randborde stark beschädigt waren, da sie der Witterung besonders ausgesetzt sind. Ausserdem belasteten breite landwirtschaftliche Fahrzeuge mit den Rädern die Borde, was bei deren Bemessung nicht vorgesehen war. Die eigentliche Brückenplatte befand sich hingegen noch in einem vergleichsweise guten Zustand.
Verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft der Brücke wurden geprüft. Dank der stabilen Brückenplatte konnte auf einen vollständigen Neubau verzichtet werden. Eine Sanierung war jedoch notwendig, da sich die Schäden an den Randborden weiter verschlechtern. Die Randborde wurden deshalb komplett ersetzt, sodass die Brücke heute wieder sicher und zuverlässig nutzbar ist. Zusätzlich wurde die Beton-Fahrbahn so angepasst, dass Regenwasser besser abfliessen kann.
Die Bauarbeiten konnten rechtzeitig vor dem Heuschnitt abgeschlossen werden.