Aktuell

Sanierung der unteren Dörflerbachbrücke

Rund 200 m unterhalb der Dörflerbachbrücke an der Gastermattstrasse führt eine zweite, kleinere Brücke über den Dörflerbach. Sie dient hauptsächlich der Erschliessung von zwei landwirtschaftlichen Parzellen sowie eines Weidstalls.

Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die seitlichen Randborde stark beschädigt sind, da sie der Witterung besonders ausgesetzt sind. Ausserdem belasten breite landwirtschaftliche Fahrzeuge mit den Rädern die Borde, was bei deren Bemessung nicht vorgesehen war. Die eigentliche Brückenplatte befindet sich hingegen noch in einem vergleichsweise guten Zustand.

Verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft der Brücke wurden geprüft. Dank der stabilen Brückenplatte kann auf einen vollständigen Neubau verzichtet werden. Eine Sanierung ist jedoch notwendig, da sich die Schäden an den Randborden weiter verschlechtern. Geplant ist, diese zu ersetzen und die Brücke damit wieder sicher und zuverlässig nutzbar zu machen. Zusätzlich wird die Fahrbahn so angepasst, dass Regenwasser besser abfliessen kann.

Die Bauarbeiten sollen rechtzeitig auf den Heuschnitt hin abgeschlossen sein.


Verstärkung der Werkleitung

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Markus Reinhard einen erfahrenen Fachmann im Bereich des Meliorationswesens gefunden haben. Ausgebildet als Forstingenieur an der ETH Zürich und als Bauingenieur an der FH Rapperswil bringt er ein breites fachliches Fundament für die neu geschaffene Position als Zuständiger für den Fachbereich Wasserbau bei der Linthebene-Melioration mit. Markus war in den letzten Jahren als Leiter der Abteilung Strukturverbesserungen beim Landwirtschaftsamt im Kanton Schwyz tätig und wechselte per Anfang Februar 2026 zur Linthebene-Melioration in Reichenburg. Wir heissen ihn herzlich willkommen in unserem Team und wünschen ihm einen guten Start in der neuen Funktion.


Zustandsuntersuch der Haupt- und Sammelleitungen ab Januar 2026

In den kommenden Jahren prüfen wir im Rahmen des Projekts «Periodische Wiederinstandstellung» schrittweise alle Haupt- und Sammelleitungen unseres Entwässerungssystems. Die Leitungen werden gespült sowie per Kanal-TV aufgenommen und ausgewertet.

Die 7. Etappe von rund 22 km startet im Januar 2026 in Tuggen, Reichenburg und Buttikon. Die Arbeiten werden während der Vegetationsperiode pausiert und im Herbst wiederaufgenommen. Witterungsbedingte Anpassungen sind möglich. Etappe 8 folgt im Winter 2026/2027 auf Schwyzer Gebiet.

Die Arbeiten führt die Hegner Kanalreinigung AG aus. Wir achten auf eine möglichst schonende Umsetzung und beantworten Ihre Fragen gerne.

Planausschnitt 1

Planausschnitt 2


Rufibachbrücke – fit für die Zukunft

Die Rufibachbrücke wird derzeit umfassend ertüchtigt, damit sie auch in Zukunft die vorgeschriebenen Lasten sicher tragen kann. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Dabei kommt unter anderem ein neuartiger Werkstoff zum Einsatz: Memory®-Steel. Dieser spezielle Stahl hat eine besondere Eigenschaft – er zieht sich zusammen, wenn er erhitzt wird. Dadurch wird die Brücke zusätzlich verstärkt und erhält mehr Tragkraft. Nach dem Erhitzen werden die verankerten Stahlelemente noch sorgfältig mit Reparaturmörtel umhüllt. So sind sie optimal vor Witterung und Korrosion geschützt. Mit dieser innovativen Methode kann die bestehende Brücke nachhaltig und effizient instandgesetzt werden – ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung unserer Infrastruktur.


Sie läuft und läuft und läuft ...

Das Pumpwerk Grynau entwässert das Gebiet zwischen dem Wildbachkanal und dem linken Hintergraben des Linthkanals. Der Zulauf des Pumpwerks ist in zwei Becken mit unterschiedlichen Pumpkoten gegliedert. Während im grösseren Zulaufbecken drei Pumpen installiert sind, ist das kleineren Becken lediglich mit einer einzigen Pumpe ausgestattet. So erstaunt es nicht, dass diese Pumpe durchschnittlich über 2’000 Betriebsstunden pro Jahr verzeichnet und damit mehr läuft als alle anderen Pumpen der Melioration. Damit die 1948 gebaute Bohrlochpumpe auch künftig zuverlässig läuft, erhielt sie in diesem Sommer eine Revision. Sämtliche Bauteile wurden sorgfältig demontiert und abgeführt. Nach sorgfältiger Prüfung durch ein spezialisiertes Unternehmen konnte die Pumpe Ende Oktober 2025 wieder montiert und erfolgreich in Betrieb genommen werden.


Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter

Nach längerer Trockenperiode fielen im Linthgebiet in der Nacht vom 20. auf den 21. August 2025 grosse Regenmengen. Besonders betroffen war die Bergflanke oberhalb von Buttikon. Die Wasserstände der beiden Bäche aus diesem Gebiet stiegen in kürzester Zeit stark an. Der Schwerzibach ist gar über die Ufer getreten und hat unter anderem die Kantonsstrasse und mehrere Keller überflutet. Beide Bäche führten nebst Schwemmholz auch grosse Geschiebemengen mit, die grösstenteils oberhalb der Bahnlinie von den Sammlern der Linthebene-Melioration zurückgehalten wurden. Direkt beim Einlauf der Kanäle in die Sammler lagerten sich Hunderte Kubikmeter Kies und Sand ab. Da bereits für den Folgetag erneute Niederschläge angekündigt waren, mussten unsere Maschinisten möglichst schnell Platz schaffen für neues Material aus den Kanälen.


Gewässer sind keine Müllkippen!

Immer wieder müssen die Unterhaltsdienste der Gemeinden und der Linthebene-Melioration grosse Mengen an Siedlungsmüll aus diversen stehenden und fliessenden Gewässern entnehmen und unter Kostenfolge umweltgerecht entsorgen. Das darf nicht sein!

Bilder von schlimm verschmutzten Flüssen und Meeren erreichen uns leider fast täglich: da schwimmen ganze Teppiche von Siedlungsmüll und bedrohen das Tier- und Pflanzenreich weltweit in zunehmendem Masse. Leider blenden wir häufig aus, dass dies im kleineren Stil auch bei uns permanent zu beklagen ist. Schnell weggeworfen und aus dem Sinn – nur dass das Problem damit nicht aus der Welt geschafft ist. Weiter unten im Gewässer oder in einem Rückhaltebecken kommen die Errungenschaften der modernen Zivilisation wieder zum Vorschein, wo sie von den Verantwortlichen entnommen und entsorgt werden müssen. Dies verursacht auch unnötige Kosten für die Grundeigentümer und die Gemeinden, die im Falle der Linthebene-Melioration diese Kosten zu tragen haben.

Es ist jedem von uns zumutbar, den Müll, den wir täglich produzieren, nach Hause zu nehmen und dort umweltgerecht im gebührenpflichtigen Sack zu entsorgen, so dass kein Lebensraum verschmutzt wird. Jede und jeder kann täglich mithelfen, die Gewässer sauber zu halten!


Strassensanierungen 2025 abgeschlossen

In den beiden Beitragskantonen laufen mehrjährige Programme zur Instandstellung von Güterwegen in der Linthebene. Die diesjährige Etappe konnte kürzlich abgeschlossen werden. Zwischen Februar und Ende April 2025 wurden insgesamt 9 Kiesstrassen und eine Belagsstrasse mit einer Gesamtlänge von gut 5 km instand gestellt.

Im Kanton St. Gallen wurden die Grossrietstrasse, die Siedlungsstrasse, der Weg im Rufnerzopf (alle Schänis), die Rietstrasse 6. Gang, die Rietquerstrasse (beide Benken) sowie die Bibiton- und Bibertenstrasse (beide Kaltbrunn) saniert. Im Kanton Schwyz wurden die Feldstrasse Tuggen sowie die Dünneten- und Burstwiesenstrasse in Reichenburg instand gestellt. Sämtliche Arbeiten wurden durch spezialisierte Unternehmen aus der Region ausgeführt.


Ölunfall im Rietkanal?

Unsere Geschäftsstelle wird regelmässig wegen vermeintlichen Ölspuren in den Rietkanälen alarmiert. Meist beobachten Erholungssuchende Wasserflächen mit regenbogenfarbenem Glanz und gehen dabei von einer Gewässerverschmutzung aus. Zum Glück handelt es sich jedoch meist um ein natürlich entstehendes Produkt, das ökologisch unbedenklich ist. Grundsätzlich kommt aber stets beides in Frage. Zur raschen Beurteilung kann mit einem Stock oder einem Halm die filmbildende Schicht auf der Wasseroberfläche gestört werden. Fliessen die Schlieren ohne Lückenbildung wieder zusammen, ist dies ein Hinweis darauf, dass es sich um ein Mineralölprodukt oder ein Gemisch aus Mineralölprodukt und natürlichen Stoffen handeln kann. Wenn der gestörte Film aber nicht wieder zusammenfliesst, sondern in kantigen Fetzen weiterschwimmt, deutet dies auf ein natürliches Phänomen hin.

Der schimmernde Film entsteht beim Abbau von organischem Material (Laub, Pollen, Algen, etc.) durch Bakterien. Ein weiteres gutes Indiz ist der Geruch; die natürliche Filmbildung ist geruchlich unauffällig, während Heizöl, Diesel, Benzin, Motorenöl und dergleichen in der Regel einen spezifischen Geruch verströmen.

Die Entstehung von natürlichen Filmen bedingt sowohl viel organisches Material, als auch stehendes oder ruhig fliessendes Wasser. Beide Bedingungen sind in den Entwässerungskanälen der Melioration häufig gegeben. Sie dürfen bei einer entsprechenden Beobachtung im Riet gerne den genannten Stocktest und die Geruchsprobe machen. Wenn beides auf eine natürliche Filmbildung hindeutet, sind keine Massnahmen erforderlich.